Wochenende der "Offenen Gärten" am 19. und 20. Juni 2021

Bei hochsommerlichen Hitzewerten bis zu 38 Grad wurde das Wochenende der "Offenen Gärten" in der Siedlung Heerstraße und Eichkamp nicht gerade zu einem verlockenden Angebot, das viele Nachbarn angelockt hätte. Fünf Gärten verteilt auf verschiedene Adressen waren in unserer Siedlung an Vor- und Nachmittagen geöffnet und warteten auf Besucher. Aber trotz Hitze kamen Leute, und die waren meist auch sehr interessiert, welche grünen Pflanzen- und Blumenideen so in der Nachbarschaft ausgetüftelt werden. Es zeigte sich, dass neben dem Erholungswert und die dazu liebevoll kultivierte Rasenfläche viele kleine Nebenräume als schattige Rückzugsorte angelegt werden. Das ist der kulturelle und Erholungswert der Grünflächen. Das wird dann aber auch mit großem Aufwand ergänzt durch eine Fülle von Blüten und Früchten, die wunderschöne Sichten bieten und zum ästhetischen Genuss einladen. Stark entwickelt sind dann aber auch die Nutzgärten mit Hochbeeten oder Bodenpflanzungen der Kräuter und Gemüse. Dazwischen dann immer wieder Obstbäume und eindrucksvoll große Bäume, die daran erinnern, dass hier einmal ein Waldgebiet war bzw. immer noch die Nähe zum Grunewald spürbar ist. Schließlich hat sich auch überall durchgesetzt, an den Schutz der Natur zu denken und für Insekten und andere Tiere Wildwiesen, Nistkästen und Insektenhotels anzulegen. Also Gärten, die im besten Sinne ökologisch ausgewogen gestaltet und gepflegt werden.


Platz für ein Stück Wildwiese findet sich überall in jedem Garten

Frau Wolfsdorff aus der Neidenburger Allee hat einen amtlichen Plan der Siedlung besorgt, der zeigt, wie groß sich die Gartenflächen an den Siedlungshäusern ausdehnen und wie unterschiedlich die Gärten geschnitten sind. Ein eindrucksvolles Bild von einer vor hundert Jahren großzügig angelegten Berliner Gartenstadt!

(Text und c)Fotos: E. Schürmann)

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