Gärten brauchen Insekten


Im Haus Eichkamp fand am 30. Januar 2018 eine Veranstaltung zum Thema "Unsere Gärten als Lebensraum für Insekten" statt. Es informierten Naturexperten vom Ökowerk und andere über den Bestand und den Verlust von Insekten. Die Beobachtung eines Nachbarn, dass immer weniger Schmetterlinge im Sommer zu beobachten sind, war neben anderen Verlustmeldungen ein wichtiger Hinweis, dass die Gärten stärker insektenfreundlich bepflanzt werden sollten. In diesem Sinne brachte der Informationsabend viele interessante Hinweise, wie z.B. dass an Eichen an die tausend Käferarten nachgewiesen wurden, während die in unserer Gegend verbreitet gepflanzten Robinien nur von Bienen in der Blütezeit angeflogen, aber als Lebensraum von anderen Insekten gemieden werden. Oder es wurde beispielsweise auf die Bedeutung von Brennesseln hingewiesen, die für an die 100 Insekten Nahrung bieten. Ein Schwerpunkt war an dem Abend die Wildbiene. Dieses unscheinbare Insekt wird oft gar nicht bemerkt, aber sie nimmt unsere Gärten als Lebensraum an. Nachbar Jörg Tannen als Bienenexperte aus der Siedlung Heerstraße hielt spontan einen informativen Vortrag über das Leben der Wildbienen und demonstrierte an Beispielen, wie durch das Aufhängen von Nistkästen bzw. Wildbienenhotels diese Insektenart noch stärker in unseren Gärten heimisch werden kann. Die Veranstaltung war gut besucht, viele Nachbarn aus Eichkamp und der Siedlung Heerstraße scheinen an dem Thema der naturnahen Gärten interessiert zu sein. Deshalb hat Christine Roik-Bogner aus Eichkamp die Arbeitsgruppe "Wilde Gärtner" ins Leben gerufen, die sich zu einem ersten Treffen für den 5. März 2018 um 16.30 Uhr im Café Zikade im Haus Eichkamp verabredet hat. Weitere interessierte Nachbarn sind willkommen.

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